Ernährung

 

 

Wir Menschen machen uns viele Gedanken über eine gesunde und ausgewogene Ernährung, da diese für unser Wohlbefinden sehr wichtig ist. Auch die Gesundheit unserer Hunde hängt nicht zuletzt von der richtigen Ernährung ab, die sich positiv wie auch negativ auf den Organismus auswirken kann. Deshalb haben wir uns im Jahr 2004 entschlossen, unsere Hunde mit rohem, frischen Fleisch zu ernähren.  

 

Die Frischfütterung  als artgerechte Ernährung hat sehr viele Vorteile. Die Muskulatur verbessert sich, Bänder und Sehnen werden gestärkt, ebenso das Immunsystem. Hunde die mit frischen Zutaten ernährt werden, leiden weniger unter Parasiten, haben kaum Zahnstein, wesentlich glänzenderes Fell und kleinere Kotmengen. Bereits bei Jungtieren zeigt sich durch diese Ernährungsart ein langsameres und gleichmäßigeres Wachstum ohne Probleme. Ganz wichtig: das Risiko einer Magendrehung wird durch diese frische Ernährungsweise drastisch reduziert.

Die Frischfütterung knüpft an die natürlichen Bedürfnisse des Hundes an. Vorfahre aller Hunde ist der Wolf. Auch der Wolf ernährt sich nicht nur vom Fleisch allein, sondern in geringen Mengen stehen auch Beeren, Kräuter, Gräser und Wurzeln auf seinem Speiseplan. Aus diesen pflanzlichen Bestandteilen deckt er seinen Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen.

 

Die Umsetzung der Frischfütterung ist gar nicht so schwierig. Im Fachhandel sind viele verständlich geschriebene Bücher über eine gesunde Hundeernährung erhältlich. Bevor wir mit der Frischfütterung begannen,  wurden einige Bücher gewälzt und wir besuchten zudem Seminare.  Es  ist gar nicht so kompliziert, seinen eigenen Futterplan zusammenzustellen. Faustregel der Bestandteile einer ausgewogenen Tagesration sind 80% tierische Erzeugnisse und 20% pflanzliche Erzeugnisse.

Eine Tagesration besteht aus rohem Fleisch und Innereien wahlweise vom Rind, Lamm, oder Wild sowie Fisch und Geflügel. Auch Milchprodukte und 2 mal die Woche ein Ei gehören zur Ernährung. Des Weiteren gedünstetes Gemüse, Salat, Kräuter und Obst. Gemüse, Salat und Obst müssen püriert werden, weil der Verdauungstrakt des Hundes die Zellulose sonst nicht aufspalten kann. Zuletzt noch etwas hochwertiges Öl dazu geben, damit alle wichtigen fettlöslichen Vitamine aufgenommen und verwertet werden können.

 

Einige Ernährungsvorschläge sehen einen Fastentag vor. Wir verzichte darauf, weil wir darin bei Haushunden keinen Sinn sehen. Die Vorfahren unserer Haushunde lebten wild und hatten keinesfalls tägliche Jagderfolge. In Zeiten von Nahrungsmangel fraßen sich die Wölfe an der erlegten Beute übervoll, unwissend wann der nächste Jagderfolg gelingt, und fasteten die anschließenden Tage zwangsläufig. Bei unseren Bernern steuern wir die Ernährung, sodass die Hunde sich weder überfressen noch hungern müssen.

Aufgepasst: Am Kehlkopf und auch am Schlund befinden sich meistens noch Reste der Schilddrüse, die bei regelmäßiger Fütterung zu einer Schilddrüsenüberfunktion beim Hund führen können. Die Auswirkungen sind unter anderem starker Gewichtsverlust, sehr unruhiges Verhalten sowie übermäßiges Hecheln.

Wir verzichten ganz auf die Fütterung von Kehlkopf und Schlund!

 

Ebenso bekommen unsere Hunde keine Knochen mehr (außer Hühnerhälse), da unsere Hunde die fleischigen Knochen in Windeseile herunter schlingen. Teilweise sind Knochenstücke im Rachen stecken geblieben, sodass  unsere Hunde sich gequält haben die Knochen wieder auszuwürgen. Oder sie sind unverdaut mit dem Häufchen wieder herausgekommen. Das Risiko das Schlimmeres passiert ist uns einfach zu groß. Die Calcium Versorgung decke ich nun über Hühnerhälse und Knochenmehl ab. Seitdem leben unsere Hunde und wir wesentlich ruhiger. Doch jeder Hundebesitzer muss seine eigene Erfahrung sammeln, um den richtigen Weg für sein Tier und sich zu finden.

Musterfutterplan

Wir habe für jeden unserer Hunde einen Wochenplan, der direkt den jeweiligen Bedürfnissen des einzelnen Hundes angepasst ist. Junge Hunde die sich noch im Wachstum befinden werden zum Beispiel anders gefüttert als ältere Hunde, trächtige Hunde und kastrierte Hunde. Ebenso spielen die tägliche Bewegung eine große Rolle, das Temperament des Tieres und ob der Hund als Einzeltier gehalten wird oder in einer Meute lebt. Hier ein Beispiel eines Wochenplanes unserer Sheltie  Hündin Jella, allerdings ohne Mengenangabe, da diese ja für jeden Hund individuell errechnet werden.

 

 

MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag
Rindfleisch mager, Lammfleisch, Leber, Herz, Gemüse, Knochenmehl, Omega 6-3-9 Öl, SeealgeRinderfleisch mager, Lachs, Hühnerhälse, Gemüse, 1 Eigelb, Knochenmehl, Kokosöl, SeealgeHuhnerfleisch, Fett, Niere, Gemüse, Knochenmehl, Omega 3-6-9 Öl, SeealgeRindfleisch mager, Lachs, Hühnerhälse, Gemüse, Knochenmehl, Kokosöl, SeealgePansen, Fett, Leber, Herz, Knochenmehl, 1 Eigelb, Gemüse, Omega 3-6-9 Öl, SeealgeRinderfleisch mager, Lachs, Gemüse, Hühnerhälse, Gemüse, Knochenmehl, Kokosöl, SeealgeRinderfleisch mager, Lammfleisch, Lunge, Milz, Gemüse, Knochenmehl, Omega 3-6-9 Öl, Seealge

Texte © Bernerstars